Das böse Erwachen kommt einige Zeit später: Seit Jahren steigt der Anteil zahlungsunfähiger und zahlungsunwilliger Mieter auch in der Schweiz an. Die extremsten Fälle von Zahlungs-unwilligkeit sind sogenannte Mietnomaden.
Die Mietnomaden sind der Albtraum eines jeden Hausbesitzers.
Der Begriff "Mietnomade" ist Neudeutsch und bezeichnet Menschen, die sich in (oftmals sogar gehobenen) Wohnungen einmieten, nur um nach zwei Monaten plötzlich nicht mehr zu zahlen.
Mietnomaden: Sie ziehen ein, zahlen aber nicht.
Häufig trifft es ahnungslose Vermieter: Sie setzen bei der Vermittlung ihrer Wohnung auf das symphatische Aussehen der Mieter und werden dann bitter enttäuscht, wenn dieser die Miete nicht mehr bezahlt, oder gar plötzlich untertaucht und ein Chaos hinterlässt.
Mietnomaden geben sich seriös und weltgewandt.
Sie sind meist gut gekleidet, höflich und fahren mit einem schicken Auto vor. Hat es sich so ein ungebetener Miet-Tourist jedoch erst einmal in Ihrer Wohnung bequem gemacht, brauchen Sie nicht nur starke Nerven, sondern auch einen gut gefüllten Geldbeutel: Mietausfälle, Anwalts-, Gerichts- und Zwangsvollstreckungskosten - das alles kann ganz schön ins Geld gehen.
Mietnomaden treiben ihr Unwesen immer mehr auch in der Schweiz.
Um sich vor solchen Mietbetrügern zu schützen, sollten Sie so viele Informationen wie möglich über Ihren künftigen Mieter einholen - und zwar schon, bevor er den Mietvertrag unterschreibt!
Wer jetzt denkt, dass es sich hier um mittellose Landstreicher, Arbeitslosen oder dreiste Obdachlose handelt, der irrt.
Es sind meist finanziell besser betuchte, welche die Gesetzeslücken genau kennen und schamlos für sich ausnutzen.
Sie reagieren weder auf Rechnungen noch auf Mahnungen, lassen sich meist ohne Gegenwehr verklagen und irgendwann sind Sie dann einfach wieder weg.
Leider bleiben eine verwohnte bzw. sogar zerstörte Wohnung, ein grosser Mietschuldenberg und viel Arbeit und Stress für den Vermieter zurück.
Danach:
Nachdem die Mieter das Haus endlich geräumt hatten, darf man das ganze Ausmass der Zerstörung besichtigen:
In der Küche türmen sich Berge von Müll. Essensreste und Flaschen, im Bad ist die Badewanne total verkrustet, die Luft riecht nach Schimmelpilz und Nikotin, und hat sich eingefressen in Teppiche und Wände.
Man versucht vor Gericht, seine Auslagen zurück zuerhalten. Erfahrungsgemäss stehen die Chancen dafür schlecht, denn die sogenannten Mietnomaden sind oft Experten darin, eloquent und vermögend aufzutreten, haben aber oft offiziell nichts.
PS:
Weniger heimgesucht und betroffen von Mietnomaden oder Einmietbetrügern in der Schweiz sind offenbar die grossen Baugenossenschaften und die grossen Hausverwaltungen.
Um Videos über Mietnomaden zu spielen klicken Sie bitte auf Bilder:
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